I’ve been feeling a bit down the last few days. Being sick again hasn’t helped (the recurring gift of daycare!), but I have been at a loss to find, budget or make more time to get work done.

Oh, how I wanted to like the extension to the Arp Museum in Rolandseck, dedicated to the greatest Alsatian surrealist, Jean/Hans Arp. I think Arp was “Rhenish” enough that the fact he wasn’t German should be looked. The extension is somehow related to Bonn’s losses when Berlin became the federal capital, even though Rolandseck is in a different state. For whatever reason it was built, it’s kind of an eyesore. My wife compared it to a riverboat. It dominates the environment in an unkind manner (sorry, Richard Maier).

Jurek Becker’s Jacob the Liar made a poor film in English, but it is a wonderful novel and film in German. It marked the beginning of new trends in Holocaust literature. Die Welt is carrying Louis Begley’s afterward to the new Suhrkampf edition (cruelly for us, translated from English into German). Begley stresses how Becker came out of the Holocaust with only piecemeal memories of the ghetto, that he had fear and anxiety as his greatest mementos. Becker used the novel to find a new vehicle for his memories, placing them into the form of a fairy tale.

Jedenfalls war Jurek wahrscheinlich höchstens sieben oder acht Jahre alt, als er wieder mit seinem Vater zusammenkam. Er war ein Kind, mit den Erinnerungen eines Kindes. Sehr dramatische und sehr erschreckende Momente können sich dem Gedächtnis von Kindern mit eisiger Genauigkeit einprägen – wenn sie nicht verdrängt werden –, und Jurek muss viele verdrängt haben.

Von der düsteren alltäglichen Realität des Ghettolebens wird ihm jedoch eine allgemeine diffuse Erinnerung an Angst und Verlust geblieben sein, aus der sich natürlich sehr dramatische Momente und andere für ihn besonders wichtige Ereignisse punktuell heraushoben.

Dass Jurek Becker 1962/63, als er die erste Version von Jakob Heyms Geschichte schrieb – das Exposé für einen Film, den Frank Beyer machen sollte –, und kurz danach, als er das Drehbuch in den Roman „Jakob der Lügner“ umarbeitete, den Eindruck hatte, seine Erinnerungen würden nicht genügend Stoff für Memoiren hergeben, kann man sich deshalb gut vorstellen.

Aber als er die Handlung und die Personen mit ihrem Zauber erfunden hatte, konnte er eine erdichtete Geschichte schreiben, seine eigenen Erinnerungen so nutzen und umwandeln, wie es für die Erzählung notwendig war, und durch Informationen ergänzen, die er von seinem Vater und anderen älteren Überlebenden gehört oder sich lesend angeeignet hatte.

Auch dieses Material wurde durch seine Phantasie verändert. Vielleicht entdeckte er erst in diesem Umwandlungsprozess den Ton der Erzählung, der den richtigen Klang für ihn hatte: die Stimme seines schwermütigen, manchmal stockenden Erzählers, der ein in der Hölle spielendes Märchen erzählt.

Vielleicht hatte er den Erzähler aber auch von Anfang an im Kopf. In jedem Fall aber müssen ihn beim Schreiben quälende Fragen verfolgt haben: War er den Erinnerungen an das Ghetto gerecht geworden, die er sich bewahrt hatte und denen er trauen konnte? Hatte er den Toten die Achtung erwiesen, die ihnen gebührte? War seine Arbeit authentisch und in emotionaler Wahrheit verankert?

 

Joel at Far Outliers calls attention to Sam Quinones’ True Tales from Another Mexico. It explains much about migration, especially the attitudes of elites toward the poor (especially natives).

[ETA:] Two things to check out: first, Bronislaw Geremek speaks about the future of Europe and its constitution in an interview in L’Express; and  Françoise-Hélène Jourda in Le Monde speaking about ‘green’ architecture.